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Schwaebische Alb 2009

Höhenprofile Schwaebische Alb

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Der erste Tag

Unsere diesjährige Tour beginnt, am Freitag den 17.06.2009, bei wechselhaftem Wetter in Aalen. Heute soll es von Aalen nach Lauterstein gehen.Supi und Heidi übernehmen den Shuttleservice und fahren uns nach Aalen.
Wir werden die Tour mit Hilfe von den GPS Daten von der Webseite www.schwaebischealb.de und den Roadbook X-wing Schwaebische Alb durchführen. Rolf setzte voll auf seine neue High Tech und vertraute seinem Garmin. Alfred bevorzugte die Navigation mit dem Roadbook.
Schon kurz nach dem Start am Termalbad in Aalen zerfiel die Gruppe in zwei Teile. Da waren die Technikfans um Rolf (Didi und Steff) und die Gruppe um Alfred (+ Erdi). Da wir uns kurz verloren hatten musste jede Gruppe mit Ihren Möglichkeiten navigieren. Während es Alfred relativ schnell gelang wieder den richtigen Weg zu finden hatte es die Gruppe um Rolf etwas schwieriger. Am Anfang versuchten wir die Anderen noch zu finden aber trotz Handykontakt irrten wir vergeblich durch den Wald. Zu allem Überfluss wusste das Garmin irgendwann auch nicht mehr was wir wollten geschweige denn wohin wir wollten. Nach einem Neustart des Gamins waren wir wieder im Bilde und konnten uns daran machen die Gruppe um Alfred wieder einzuholen. In Heubach hatten wir unseren Rückstand auf 20 min reduziert. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann weiter nach Lauterstein. Ab jetzt wurde per Roadbook navigiert und mit dem Garmin überprüft ob wir auf dem richtigen Weg sind. Die schweren Unwetter welche für diesem Nachmittag angekündigt waren blieben uns zum Glück erspart. Aber während der ganzen Etappe übten wir uns im Regenjacken anziehen und ausziehen. Kurz vor unserem Etappenziel hatte dann Alfred noch einen Platten. Aber der war dann schnell repariert.
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir unser Ziel den Landgasthof Heldenberg. Der Empfang war herzlich und man spürte sofort dass hier Biker willkommen sind. Es war sofort für alles gesorgt. Wir konnten unsere Räder reinigen und als Belohnung gab es ein kühles Weizen. Nach dem Abendessen gab es noch ein, zwei Bierchen und alle waren geschafft vom ersten Tag.
In der Nacht öffnete der Himmel seine Schleusen. Es regnet so stark dass wir für den nächsten Tag das Schlimmste befürchteten.

Bilder vom ersten Tag

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Der zweite Tag

Am Samstag war dann wieder Regenjacke angesagt. Der Starkregen von der Nacht hatte zwar aufgehört, aber die Wege waren sehr schlammig und das Wetter gab uns wieder Gelegenheit unsere Fertigkeiten im Regenjacken an und ausziehen zu üben. Die heutige Tour sollte uns von Lauterstein nach Schlat führen. Da Steff sein Felt am Vortag gelitten hatte ( Speichenbruch) wurde die Tour umgeplant. Es ging auf direkten Weg nach Geislingen um das Bike von Steff reparieren zu lassen. Aber vorher mussten wir noch einen Zwischenstopp einlegen. Alfred hatte erneut einen Platten. Das sollte aber das letzte Mal sein. Wir wurden in der Schlachthausstr. 20 in Geislingen bei Karl Roland Kiener fündig. Der Radladen ist der Beweis, dass nicht immer das Äußere eines Geschäftes über die Qualität der Arbeit zeugt. In diesem Bikegeschäft herrscht zwar ein wenig das Chaos aber sagt nicht ein Sprichwort " Das Genie beherrscht das Chaos". Während wir auf einen Kaffee im Ort unterwegs waren, hat Herr Kiener das Bike von Steff repariert. Das Hinterrad wurde gerichtet und eine kleine Komplettinspektion wurde auch noch durchgeführt. Das war Service nach Maß. Wo bekommt man am Samstag um 12.00 Uhr noch so einen Service. Wir machten uns dann auf den Weg nach Schlat ins Burgstueble. Kurz vor der Unterkunft meinte das Wetter es müsse sich noch mal von seiner nassen Seite zeigen und so bekamen wir noch auf dem letzten Kilometer eine Volldusche. Da wir an diesem Tag schon so frühzeitig im Quartier waren, machten wir recht erfolgreiche Wirtschaftpolitik. Als im Laufe des Abend Erdi am Tisch einschlief meinte die Bedienung nur "Der Kleine scheint nicht viel zu vertragen". Denkste 8 Weizen und ein paar prozentige Runden hauen den stärksten Mann um.

Bilder vom zweiten Tag

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Der dritte Tag

Am Sonntag ging unsere Tour von Schlat nach Ochsenwang. Uns führte die Tour auf den Wasserberg, über das Fuchseck immer am Rand der Alb entlang. Es war eine landschaftlich sehr schöne Tour. Wenn das britische Wetter nicht gewesen wäre. Besonders schön ist die Gegend um Reußenstein- Bahnhöfle - Heinenstein. Hier hat man eine sehr gute Sicht auf Esslingen und die Alb zeigt sich von ihrer besten Seite. Kurz bevor wir Ochsenwang erreichten führte uns die Tour noch durch das Naturschutzgebiet Torfgrube. Wer hätte gedacht auf der Alb ein Torfgebiet zu finden. Am Ende der Tour erreichten wir unsere Unterkunft die Krone in Ochsenwang. Die Unterkunft konnte leider unsere Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die Zimmer waren zwar sauber aber der Zahn der Zeit hat hier schon lange genagt. Zum Glück konnte die Küche positiv überzeugen. Und noch was Ochsenwang ist Handyfreie Zone. Kein Empfang. Stimmt nicht ganz. Auf dem Friedhof kann man telefonieren.

Bilder vom dritten Tag

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Der vierte Tag

Der Montag sollte ein ereignisreicher Tag werden. Das fing schon morgens an. Beim Blick aus dem Fenster konnte man die Sonne sehen und keine Wolke ließ sich am Himmel blicken. Tja dann mal auf nach St. Johann/Lonsingen. Zuerst ging es an der Diepoldsburg vorbei um dann auf einem schönen, steilen, technisch anspruchsvollen Trail nach Unterlenningen zu fahren. Die Regenfälle der vergangenen Tage machten diesen Trail noch schwieriger. Der schönen Abfahrt folgte dann so gleich ein Anstieg nach Hochwang. Vorbei am Burrenhof (einer alten keltische Siedlung) ging es weiter nach Hülben. Jetzt ging es auf einem Trail runter nach Urach. Als erster musste Erdi vom Bike steigen. Aber außer blaue Flecken hat es zum Glück nicht gemacht. Da wollte Rolf nicht nach stehen und legte ebenfalls einen kapitalen Abgang über den Lenker hin. Hier bedurfte es dann der Hilfe von Didi und Alfred um das Gewirr von Bike und Rolf wieder zu entwirren. Kaum entknotet hockt sich Rolf wieder aufs Bike um keine 300 m später einen erneuten Abgang hinzulegen. Ab diesem Zeitpunkt hätte er die Aufnahme in den Tölzer Knabenchor ohne Probleme bestanden. Zum allem Überdruss hat er auch noch seinen Sattel geschrottet. Rolf behauptet es sei beim Sturz passiert sein. Böse Zungen behaupten die zulässige Gesamtlast für den Sattel sein überschritten gewesen. Unten in Urach angekommen galt es einen Bikehändler zu finden. Man mag es kaum glauben aber es gibt in ganz Urach keinen Bikeladen. Trotzdem konnte Rolf sich einen Ersatzsattel besorgen. In einem Haushaltswarengeschäft. Während Rolf sich um seinen Sattel kümmerte hatten die anderen genügend Zeit die schöne Innenstadt von Urach zu erkunden. Auf der anderen Seite des Tals ging es dann wieder rauf vorbei am Fohlenhof zum Gestüt St. Johann. Danach ging es weiter nach St. Johann/Lonsingen. Für die heutige Übernachtung war das Albhotel Bauder gebucht. Diese Unterkunft kann nur empfohlen werden. Das fängt mit der herzlichen Begrüßung an und geht weiter über die sehr schönen Zimmer bis zum kostenlosen Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft. Und als wenn das nicht schon genug, wäre ist der Wirt auch noch Mountainbiker und kann den Gästen bei ihrer Tourplanung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Albhotel war auf der Tour mit Abstand die beste Unterkunft. Das Einzigste was man an St. Johann/Lonsingen aussetzen kann sind die Entfernungsangben. Unser Wirt hatte uns den Landgasthof Hirsch in Gächingen zum Essen empfohlen. Er meinte das sei max. 1 km. Nachdem wir schon durch Halb Lonsingen gelaufen waren, zeigte das Schild am Ortende an, das es bis Gächingen 1 km sei. Nach weiteren 400 m treffen wir auf die Hauptstrasse Richtung Gächingen. Na ratet mal wie weit es jetzt noch ist? Genau 1 km. Haben die auf der Alb nur eine Sorte von Schildern? Im Hirsch in Gächingen angekommen stellten wir fest, dass selbst der "weiteste 1 Km Weg " sich lohnt. Das Essen war sehr gut. Übrigens auf dem Rückweg haben wir dann auch den Weg gefunden der 1 km lang war.

Bilder vom vierten Tag

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Der fünfte Tag

Am nächsten Morgen konnten wir uns noch bei einem reichhaltigen Frühstück stärken, um dann die Tour nach Genkingen zu starten. Unser Weg führte uns über Ohnastetten nach Holzelfingen. Von dort ging es über Burgstein auf einem Trail runter nach Lichtenstein/Unterhausen. Um Pfullingen herum erwies sich die Beschilderung (x-wing) als sehr lückenhaft. Viele Schilder waren entweder eingewachsen oder sogar abmontiert. Die Qualität der Ausschilderung der gesamten x-wing Route schwankte zwischen gut (zb. um Schlat) bis sehr bescheiden (zb. Pfullingen). Nach einigem Suchen fanden wir dann wieder auf die Route zurück. Am Schützenhaus im Tötwald machten wir dann einen Einkehrschwung. Die Lage diese Wirtschaft ist wirklich nett. Nur sollen dort schon einige Gäste verdurstet sein. Weiter ging es dann über das Hofgut Alteburg nach Gomaringen. Da wir schon etwas spät dran waren beschlossen wir die Tour etwas abzukürzen und über Gönningen direkt auf der Straße nach Genkingen zu fahren. Das sollte sich als bescheidene Idee herausstellen. Die vermeintlich verkehrsarme L230 erwies sich als Albhighway. In Genkingen angekommen erwies sich die Unterkunftswahl von Rolf als nicht ganz so optimal. Die Unterkunft lag direkt an der Verbindungstrasse nach Sonnenbühl. In Reiseprospekten, glaube ich, nennt man das dann "verkehrsgünstige Lage". Im Cafe Albfrieden hatten wir dann noch einen schönen Ausklang des Tages. Ach ja der strahlende Sonnenschein vom Montag war eine Eintagsfliege. Das Wetter war wieder wechselhaft.

Bilder vom fünften Tag

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Das Finale

Heute am Mittwoch ging es nach Hechingen/Stein. Über Sonnenbühl fuhren wir in Richtung Salmendingen. Es folgte ein Aufstieg auf den Kornbühl. Von der Salmendinger Kapelle hatten wir dann einen tollen Blick über die Alb. Danach ging es weiter zum weiter zum Hirschkopf. Was dann folgte war ein fast 14 km langer Wurzeltrail entlang des Albtraufs zum Dreifürstenstein. Dieser Trail verlangte von Allen eine gute Beherrschung des Bikes und genügend Kondition. Belohnt wurden wir mit sehr schönen Aussichten und einen wunderbaren Blick auf die Burg Hohenzollern. Weiter ging es dann nach Schlatt. Da das Wetter heute trocken geblieben war, meinte Rolf noch er müsste auf der Abfahrt eine Abkürzung nehmen. Er fand wahrscheinlich das einzigste Schlammloch auf der Alb aber da wusste er unbedingt durch. Wie die Lemminge folgten die Anderen ihm. Am Schluss sahen wir aus als wenn wir uns im Schlamm gesuhlt hätten. Unten in Schlatt angekommen ging es entlang der Bahnschienen weiter nach Hechingen. Was folgte war noch ein Einkehrschwung in Hechingen. Danach ging es weiter zu unseren Gastgebern für die heutige Nacht. Heute übernachteten wir bei Rainer und Siggi in Stein. Die halbe Familie wurde ausgesiedelt um uns unterzubringen. Während Alfred und Didi sofort zum gemütlichen Teil übergingen, waren Steff, Erdi und Rolf noch im Römermuseum um was für ihre Bildung zu tun. Das Freilichtmuseum ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Am Abend wurden wir dann geradezu fürstlich von den Beiden versorgt. So dass es eine laaaaange Nacht wurde.

Am nächsten Tag brachte uns dann Rainer wieder nach Bad Saulgau. Vielen Dank nochmals für alles.

Im Rückblick läßt sich sagen es war wieder eine schöne Tour. Auch wenn das Wetter es nicht immer gut mit uns meinte.
Wie bereits erwähnt sollte man sich nicht nur auf die GPS Daten oder das Routebook verlassen. Es hat sich bewährt immer eine vernünftige Topo 50 Karte dabei zu haben.

Das Finale